Historie
31. Juli 1987 - Gründung der Abteilung Volleyball
Begonnen hat alles bei der Suche nach einem Ausgleichsport im Winter, was aus versicherungstechnischen Gründen zu einer eigenen Abteilung in Reihen des FSV geführt hat. Der Hobbygedanke hat sich bis heute erhalten, am aktiven Spielbetrieb wird nicht teilgenommen, dennoch messen wir uns ab und zu gerne im Wettstreit gegen andere Hobbymannschaften aus dem Umkreis. Zulauf erhalten wir überwiegend von Interessierten, die nach Wehringen zugezogen sind, und von Jugendlichen, die Volleyball über den Schulsport kennen gelernt haben.
13. Februar 1975 - Gründung der Abteilung Ski & Inline:
Diese Abteilung wurde unter dem Namen Ski und Wandern gegründet und ist hauptsächlich wegen ihrer alljährlichen Skigymnastik bekannt geworden, welche von Oktober bis März einmal pro Woche in der Wehringer Turnhalle stattfindet. Highlight einer jeden Wintersportsaison ist die Dorfmeisterschaft, bei der die Aktiven und auch die Kinder ihre Leistung im Kampf gegen die Uhr zum Besten geben.
Mittlerweile werden im Sommer Kurse für Anfänger und Geübte auf dem Trendsportgerät Inliner angeboten. Der Sport auf den Skates erfreut sich zunehmender Beliebtheit und die Wehringer Bevölkerung nimmt dieses Angebot gerne an. Ebenfalls groß im Kommen ist Nordic-Walking, ein gesunder Mix aus Joggen und Wandern, bei dem durch Einsatz von Stöcken auch die Alpin-Liebhaber auf ihre Kosten kommen.
26. Februar 1972 - Gründung der Abteilung Tischtennis
Nachdem einige Wehringer Sportler in auswärigen Mannschaften Tischtennis spielten, ergriff Fritz Ehrhardt die Initiative, eine eigen Abteilung auf die Beine zu stellen. In der Generalversammlung des Gesamtvereins wurde die Gründung einer Tischtennisabteilung beschlossen. Den Posten des Abteilungsleiters übernahm auch gleich Fritz Ehrhardt selbst. Zunächst bestritt man nur Freundschaftsspiele, in der Saison 1973/1974 wurde erstmals am Punktspielbetrieb teilgenommen. Die erste Mannschaft schaffte auf Anhieb die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga 1. In den Folgejahren bekundeten immer mehr Aktive Interesse an diesem Sport und es wurden eine zweite und dritte Herrenmannschaft ins Leben gerufen. Bei den Jugendlich war ebenfalls reger Zulauf festzustellen, was den Spielbetrieb mehrer Teams erlaubte.
21. September 1971 - Gründung der Abteilung Gymnastik
Ein Vierteljahrhundert bestand der FSV nur aus einer Abteilung, bis sich einige rührige Mädchen und Damen ihre eigene Abteilung Gymnastik gründeten. Die erste Trainerin war damals Erika Reif, die vierzig Damen in zwei Gruppen unter sich hatte. Vorsitzender Heinz Bergmann bestimmte kommissarisch Wally Deuringer zur Spartenleiterin. Sie wurde auf der ersten ordentlichen Abteilungsversammlung offiziell bestätigt; spontan konnten 120 Frauen als Mitglieder gewonnen werden. Bei den ersten Neuwahlen am 07. Juli 1976 wurden Marianne Jähnert und Maria Schmid für die Leitung gewonnen, ab dem Jahr 1990 übernahmen Barbara Drössler und Gertrud Klaußner die Abteilung.
Das erste Kinderturnen am Gerät fand im September 1982 statt und wurde damals von Roswitha Schug betreut; zeitgleich begann unter der Leitung von Barbara Drössler das beliebte Mutter-Kind-Turnen.
12. September 1951 - Aufstieg in die B-Klasse
Im Jahre 1951 gelang erstmals der Aufstieg in die B-Klasse (heutige Kreisklasse). Um die Routiniers Anton Kressa (später Fritz Erhardt) im Tor, Peter Wachter und Max Rauscher in der Läuferei wurde obiger Sturm und dazu weitere Nachwuchsspieler eingebaut. Nach einer heftigen 1:7 Klatsche in Dirlewang zum Auftakt in der B-Klasse wurde man noch Halbzeitmeister. Im März 1952 wurde der Aufstieg in die A-Klasse gegen den schon feststehenden Absteiger Pfaffenhausen mit 0:1 verpasst, Meister wurde dadurch Landsberg. Am Ende der Saison verließ Alfred Hartling den Verein, er wechselte in die damals zweithöchste deutsche Spielklasse, in die Oberliga West, zum SV Hamm.
07. September 1947 - Start in die Verbandsrunde
Am 7. September 1947 bereits war Start in die erste Verbandsrunde. Gegner waren u. a. Buchloe, Türkheim, Untermeitingen, Großaitingen und Hurlach. Zu den Auswärtsspielen wurde zum Teil mit einem Pferdegespann gefahren. Abgeschlossen wurde diese erste Verbandsrunde mit einem überraschenden sechsten Platz, Torverhältnis 38:37, Punktestand 20:16 bei zwölf Mannschaften. Hervorzuheben ist das 2:2 Unentschieden in Türkheim. Die Jugend hatte u.a. folgende Gegner: Bobingen, Buchloe, Landsberg und Schwabmünchen; es hagelte saftige Niederlagen. Aber schon ein Jahr später konnte die Mannschaft den Spieß umdrehen: man nahm an der Südschwäbischen Meisterschaft mit einem zweiten Platz teil. Schon damals kristallisierte sich der Erste-Mannschaft-Sturm mit Hartling, Reich, "Reißer" Renner, Rott und Öschay heraus.
24. August 1947 - Einweihung des neuen Sportplatzes
Bereits mit dem 24. August 1947 kam der große Tag: Platzeinweihung. Das Eröffnungsspiel wurde mit folgender Mannschaft bestritten: Anton Kressa im Tor, Alois Baumgartner und Max Rauscher in der Verteidigung, die Läuferei mit Franz Klocker, Georg Wachter und Fritz Schatz, im Sturm Franz Renner, Stefan Wagner, Peter Wachter, Richard Jeschek und Alfred Geierhos. Das Spiel gegen den TSV Bobingen ging vor einer riesigen, begeisterten Zuschauermenge mit 1:4 verloren; den Ehrentreffer erzielte Richard Jeschek. Man spielte noch im WM-System und ohne Einwechselmöglichkeit. Die Jugendmannschaft (heutige A-Jugend) und die Schülermannschaft (heutige C-Jugend) bestritten die Vorspiele. Die Jugend unterlag ebenfalls gegen Bobingen 1:2, Torschütze Alfons Renner; die Schüler gegen den gleichen Gegner mit 0:4.
09. Juli 1947 - Gründung der Abteilung Fussball
Die älteste, größte und erfolgreichste, aber auch mit sehr großem Aufwand betriebene Abteilung ist Fussball. Es befinden sich von der G- bis zur A- Jugend mindestens eine Mannschaft im Spielbetrieb. Im Erwachsenenbereich spielen eine Damenmannschaft, die erste und zweite Herrenmannschaft, sowie die Aktiven Herren. Um diesen zahlreichen Teams optimale Trainings- und Spielbedingungen zu ermöglichen, werden immer Trikots, Bälle und Trainingsgeräte benötigt. Außerdem bedarf es vieler freiwilliger Betreuer und Trainer; in diesem Bereich werden ständig neue engagierte Leute gesucht und auch gefunden. Der Einsatz für Kinder und Jugendlichen liegt uns sehr am Herzen und diese werden sowohl finanziell, als auch mental von oberster Stelle unterstützt. Im Jahre 1994 wurde dem FSV Wehringen 1947 e. V. der Sepp-Herberger-Preis für vorbildliche Jugendarbeit verliehen.
Mit dem Bau eines neuen Sportheimes sowie einer Flutlichtanlage auf dem Wertachplatz ist das Sportzentrum des FSV in der Aue 5 nun komplett; wir wollen damit allen Fussballtreibenden in Wehringen und auch allen Gästen ein gemütliches Plätzchen des guten Sports und der Kameradschaft bieten, die Fairness immer an erster Stelle. Eingebettet in die Wertachauen liegen neben dem Auenstüble zwei Großfelder, ein Kleinfeld und ein Trainingsplatz.
09. Juli 1947 - Gründung des Vereins
Das bittere Ende eines furchtbaren Krieges war vorüber. Die Jahrgänge der 18- bis 40-Jährigen hatten schrecklichen Blutzoll gezahlt. Erst allmählich kehrten Soldaten, die in Gefangenschaft geraten waren, in die Heimat zurück. Es war eine schlimme Zeit. Doch schon bald erfasste die Jugend wieder die sportliche Idee. Ein Sportplatz wurde geschaffen, später erweitert, und zwar in Eigeninitiative mit Pickel und Schaufel, mit Fuhrwerksgespannen und mit viel, viel Idealismus. Die Jugendmannschaft war die erste, die sogenannte Wald- und Wiesenspiele nach einem Fußmarsch in Bergheim und Bobingen-Siedlung bestritt, ohne Mannschaftskleidung und ohne Fußballschuhe. Ein Fußball war eine besondere Rarität. So entstand der Sportverein.
Die Gründungsversammlung fand am 9. Juli 1947 statt. Der Verein erhielt den Namen Fußball-Sport-Verein Wehringen, seine Farben waren weiß-blau. Gestartet wurde mit vier Mannschaften. Seine erste Vorstandschaft: Erster Vorsitzender Fritz Schneider, Stellvertreter Johann Hafner, Technischer Leiter August Schumann, Schriftführer Willi Dohrmann, Kassierer Toni Weiß, Jugendleiter Michael Kaltner, Spielausschussvorsitzender Rudolf Wagner. Besondere Erwähnung soll hier der Einsatz von August Schumann erfahren, der sich als Mäzen und spendabler "Brötchengeber" größte verdienste erwarb. Denn für Geld war damals nichts zu haben, man zahlte nur in Naturalien.
Eine Satzung wurde erlassen. Ihr Inhalt u. a.: Zweck des Vereins ist die Hebung und Förderung der Volkskraft und der Gesundheit unter gleichzeitiger Förderung des Gemeinsinns und der Geselligkeit sowie die Erziehung der jugendlichen Mitglieder zu anständigen und ehrlichen Sportkameraden. Mitglied konnte man ab 12 Jahren werden. Aktive Mitglieder bis 25 Jahren waren verpflichtet, mindestens dreimal monatlich am Training teilzunehmen. Bis 18 Jahre betrug der Monatsbeitrag 50 Pfennig, für Erwachsene eine Mark. Eine Garnitur Spielkleidung kostete 1951 noch 191 DM, ein Schiedsrichter erhielt für die Spielleitung 6 Mark, Plakate für den Faschingsball 3 Mark, Einnahmen am Sportplatz ca. 15 DM pro Spiel, ein Trainer verdiente monatlich 6 Mark, das Guthaben des Vereins betrug bei der Generalversammlung 1951 sage und schreibe 231,66 DM. Anton Kressa erhielt damals für sein 100. Spiel ein Geschenk von 1,50 DM.



